Freitag, 15. Mai 2015

ein Traum heute Nacht




ich bin in der Südsee

am entlegensten Ort

ich sehe Landkarten, sehe die Welt von oben

ich sehe Landkarten die zu gross sind für das Papier
oder zu gross, dass ich es fassen könnte

ich sehe Bezeichnungen von Ländern und Landteile, die ich nicht kenne, im echten Leben

ich sehe das Meer, den Ozean

und ich stelle mir vor mitten darin zu sein

stelle es mir vor damit ich Angst bekomme

Angst vor so unendlich viel Wasser

ich sehe die Erde von oben

und stelle mir vor ich bin dort, in der Mitte eines Ozeans, wo ich zu jeder Seite bis zum Festland noch einen Tag oder zwei bräuchte, um anzukommen

dann sehe ich denn ich suche, ich sehe den entlegensten Ort auf der Welt
und er ist auf der Landkarte bezeichnet mit Weltuntergang

alles Szenen
die zwischendurch kommen

der Traum beginnt damit dass ich auf einer einsamen Insel bin, mehr eine beliebige Figur, als ich selbst, aber absolut menschlich und aus Fleisch und Blut
ich trage kein richtiges Gewand
und ich blicke auf unendliches Meer hinaus, das in wunderschönen Farben irisiert vor meinen Augen, es ist eine einsame, stille Insel am Ende der Welt, kein schlechtes Gefühl begleitet mich, aber ein Mann
und wir lieben uns und wir sind dort
dort wohnen wir
auf einer Insel am Ende der Welt
am entlegensten Ort

Szenenwechsel

ich bin nun erst am Weg zu diesem Ort
ich bin auf einem Schiff, dass durch die letzten stark besiedelten Gegenden dieser Südsee wo ich bin, fährt
ich bin dick eingepackt in warmes Gewand und
ich sehe noch die Nachwehen dieser Welt, die am Thema vorbei lebt
riesige Bankengebäude die aus dem Meer ragen und ähnliches
während ich daran vorbeifahre denke ich daran, wie fehl am Platz das ist und dass ich bald ankommen werde, da wo das alles nicht mehr ist
und ich denke daran, dass die Welt sich ändern muss
aber im Stillen, sie muss langsam ihre Formen verändern und ihre Hüllen wechseln
sie muss sich ändern aber das schonend
denn wir sind hier und wir haben das Recht auf Frieden
und ich sehe vor meinem inneren Auge den stillen, friedlichen Wandel.

Währenddessen fährt mein Schiff an einer Stadt vorbei und ich muss es erst erraten, es ist Sydney, und es geht weiter in den Süden, weiter ans Ende der Welt
wir verlassen die letzten Spuren von Zivilisation, es ist ein großes Schiff, nicht nur ich bin Passagier sondern viele aber ich fühle nur mich alleine.

Wieder sehe ich eine Landkarte vor meinem inneren Auge mit dem Ziel,
es ist südlich von der unteren Insel Neuseelands, und dann auch noch östlich ein ganzes Stück in den Ozean hinein, sehr abgeschieden, aber eine große Insel.

Dorthin bin ich des Weges...



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Anais