Dienstag, 22. Dezember 2015

meinen Weg



und ich finde meinen Weg
von allein
-ich muss nichts sein-
wie ein Irrlicht
welches nur in seine Quelle zurückstreben kann
dabei bei genauerem Blick
nicht jemals tatsächlich zu irren begann

den Tod nehme ich mir zur Seite
wie schon Krieger zuvor
ich vereint mit diesem Geleite
tauche den mir ureigenen Schatz aus der Tiefe empor
der da heisst
Freiheit
von Angst und Zwang
mit einem Herzen gefasst in Rubin und geweiht
vom allerersten, heiligen Klang
so sang
der Himmel mir sein Lied
als ich
damals noch starkes Glied
einer Kette war
und mein Seelenlied über allen Welten klang

und ich finde meinen Weg
muss nur meine Flügel aus den Wellen wühlen
das Meer soll meine Augen klarspülen
ich sitze im Weltende an einem Steg
und höre Stimmen singen:

ich finde meinen Weg.






November 2013