Mein eigener innerer Anforderungskatalog:
(was glaube ich durch Erziehung oder Erfahrung stets sein zu müssen – meine Rollen)
- das hübsche, gepflegte Mädchen/ Frau, die sich stets
perfekt zeigt (für die Männer – um keine Gründe für
Abweisung zu liefern, denn wenn ich einmal als wenig schön
wahrgenommen werde, gibt es keinen Grund mehr von mir fasziniert zu
sein; ich kann mich an Lob über meine Person, Charakter, von Seiten meines Vaters nicht erinnern)
- besonders lieb und vorsichtig sein (weil es sonst das
friedliche Verhältnis zu meinem Vater nicht gewährleistet – und
meine Mutter sonst wieder ausflippt)
- nicht alles zu sagen, was ich denke (weil Vater, weil
Mutter, wie oben – und weil ich nicht in Ruhe gelassen werde mein
Leben so zu leben wie ich es möchte – weil ich ständig
hinterfragt und berichtigt werde)
- die Erobererin zu sein (weil ich gelernt habe Männer
einfangen zu müssen, weil es immer nur an mir lag, die Distanz zu
wahren oder zu verringern; weil ich Männer als passive
unentschlossene und distanzierte, desinteressierte Menschen
kennengelernt habe, die nicht auf mich zukommen, oder von sich selbst
etwas geben, oder von sich selbst die Distanz verringern)
- eine starke Frau zu sein, die das Ruder in die Hand nimmt
(weil ich Männer als schwach kennengelernt habe, die nicht wissen
was sie wollen vom Leben oder von einer Beziehung)
- eine 'einsame Wölfin' zu sein ( weil ich Männer
ausschliesslich als Beziehungsunfähig kennengelernt habe)
- immer parat zu sein, wenn der Mann gerade Zeit hat
(weil wir ansonsten zu wenig Zeit miteinander haben, wenn ich hin
und wieder nicht parat bin, d.h. das Defizit an eingebrachten
Engagements in die Beziehung seitens von IHM, muss ich ausgleichen,
da es sonst insgesamt zu wenig an gelebter Beziehung gibt)
- mich anzupassen (um letztlich zu haben was ich will –
um nicht zu verlieren, was ich gerne behalten möchte)
- mich zu bemühen in einer Beziehung (weil sich die
andere Hälfte passiv verhält und mir nicht entgegen kommt aus
Desinteresse oder Gehemmtheit)
- der Initiator sein (damit etwas passiert,
zwischenmenschlich)
- viel zu viel akzeptieren, was schon weit über meine
Grenzen geht ( da ich andernfalls alles verliere was ich wollte)
- ich bin der Macher (weil von der anderen Seite nichts
kommt)
- übermäßig rücksichtsvoll zu sein (weil Männer 'arm' sind)
Was davon Spaß macht:
- manchmal besonders gepflegt und hübsch zu sein –
aber nur wenn die Laune auch passt
- lieb und vorsichtig zu sein NUR aus Dankbarkeit, wenn
mir entgegen gekommen wurde. Weil es sich verdient wurde.
- Erobererin sein, je nach Stimmung, und dann möchte
ich die Eroberung der anderen Seite spüren, denn ich möchte sehen,
dass ich jemandem so wichtig und begehrenswert erscheine
- bemüht zu sein in der Beziehung, WEIL ich die Bemühung
des anderen sehen kann, und ich dasselbe geben will, wie mir gegeben wird.
- Initiator sein, abwechselnd mit dem andren Menschen
Neuer Anforderungskatalog, gültig ab jetzt:
- die passive Frau, die erobert wird
- die empfangende Frau, zu der der andere kommt
- die Anpasserin, an ein inspirierendes Gegenüber, um
zurückzugeben was Schönes erhalten wird
- die Auserwählte zu sein
- die zu sein, die bekommt, in Fülle, von dem anderen
- die streiten und unleidlich sein kann, weil das ihr
das gewollt werden nicht verwährt
- die für ihre Schwächen kritisiert werden kann, die
durch die Kritik wachsen kann,
die zurecht gewiesen wird, aus Interesse an ihrem Glück, nicht aus dem Ziel sie zu schwächen
- die von dem anderen Bestärkte zu sein
- die, die ihre Schwächen unverblümt auf den Tisch legen
kann, da das Gegenüber damit umgehen kann
- die reife Frau, die auf das reife Gegenüber trifft
- die Frau zu sein, an der man interessiert ist, die nicht Interesse erst wecken muss
- besonders lieb zu sein, wenn ich in der Stimmung bin, für
mich
- besonders hübsch zu sein, wenn ich in der Stimmung bin,
für mich
- alles zu sagen, was ich denke
- anziehend auf eine beziehungsfähige Person zu wirken
- nicht immer parat zu sein, da
es dem anderen ebenso wichtig ist, dass eine Beziehung zueinander
stattfindet
- nicht immer bemüht zu sein, weil ich es nicht sein
muss
- nichts mehr zu akzeptieren, weil all meine Grenzen in den
Vordergrund treten
- die Respektierte zu sein, weil
mein Gegenüber fähig zu Respekt ist
anais