Reise eines Tages
den Herbst erkannt
liegend auf einer Bank in die Welt geschaut
und verstanden:
die Welt ist ein schmaler Schlitz
zwischen Erdreich und Himmelreich
heiß kochend, glühend und dicht
und am Rand gewartet
um dann zu sehen
man geht weiter
tiefer ins Unbekannte
und Belohnung
das ist Belohung
die Welt ist offen, sie wartet mit offenen Armen
nur auf dich
wieso bist du nicht permanent in ihr?
verflochten mit ihr
warum nicht?
Das ist ein Rätsel wie er
der süßeste Mann
und man zieht seinen Kreis
offen und heiß
die Spur die man legt
Urtier meiner Lust
ich entdecke ein Tal
ein Mal
einen Gral
ich bin in der Welt
und schaue auf mich herab
und sehe: ich bin so am Leben
und fahre weiter
fahrte fort
nehme doch, und immer wieder
plötzlich die andere Richtung
und ein geheimer unmerkbarer Führer
leitet mich
den Hügel entlang, den Reben folgend
bis dahin wo der Himmel so trächtig und so viel näher leuchtet
er leuchtet, weil er so sehr ist
und nichts als einfach nur ist
und leitet mich weiter
unter ausdrucksvollen Wolken
ins Gold hinein.
Alles, alles Gold des verborgenen Reiches
lässt der Himmel aus seinen Wolken reißen
in diesem Gleißen
ertrinkt das alles um mich und ich
so reich in 400 Karat getaucht
die Sonne ist eine Königin
und ich ziehe heim
ziehe mich zurück in meine Pore
und habe Sterntaler im Haar.
Das gefolgt auf eine Nacht
der Bekenntnisse
eine Nacht mit dem Mann
dessen Angehörigkeit zu mir wir nun ein weiteres Mal
besiegelt und erklärt haben
der Welt erklärt
so wie es Herrschern zusteht
und Magie gekostet
weil sie zwischen seinem und meinem Gesicht
zum inhalieren so nah
schwirrt wie ein Insekt
aber nur wenn so nah
so nah
wie schließlich
als ich ruhte
auf diesem Geliebten
profunde Zufriedenheit findend
zu Hause fühlend
auf diesem Körper
mir nicht allzu bekannt
aber meinem Körper,
der weiß wo das Herz ist
der weiß wo das Heim ist.
Meinen Körper auf den des Liebsten betten
dort nur soll ich sein.
Anais