Samstag, 12. Oktober 2013

wicked dreams




Eine Herberge
eher leer
dort ein Zimmer
unten
ich bin da und ich denke noch jemand
aber dennoch ist alles so unbewohnt
fremd und auch egal
ich denke an eine Schulklasse die ausgelassen hier wohnt
und die Kästen aus hellem Holz benutzt
nicht so wie ich, ich benutze hier nichts
und ich denke daran wie sie alle Ecken hier beleben
was ich alleine nicht kann
ich gehe die Holztreppen hinauf
zum Empfang
dort ist es heller
ich nehme das alles einfach so wie es ist.
Oben eine Bar.
Essen.
Ich esse etwas.
Ich beisse in eine Semmel, ich genieße
und bemerke ein Haar
ich genieße nicht mehr
mir ekelt
und ich entdecke noch ein Haar im Teig.
Später ist Nacht
wohlige bekannte Nacht
dunkle Nacht
ich an der Bar
ich zu zweit mit jemandem
wir steigen mit einem Typen aufs Motorrad
er ist älter, bärtig, um die 40
die Situation wird nun sehr komisch
es wird ungut
er hat den Verdacht, dass wir ihn ausrauben wollen
er hat kein Vertrauen
ich sehe über seine Schulter, am Motorrad sitzend
er versucht mit seinem internetverbundenen Telefon
heimlich nebenbei, während der Fahrt
Beweise zu finden, dass wir ihn ausrauben wollen
ich spüre große Ablehnung
man ist gegen uns
aufgrund dessen sehe ich mir noch mal sein Gesicht genau an
es ist sehr strikt, streng, sehr misstrauisch
kein Lächeln
kein weicher Zug in diesem Gesicht
der Mann ist das reine, kristallklare Misstrauen.
Nächste Szene
ich bin mit einer art Instrukteur und einem Kind an einem sehr dunklen Ort
untertage
ich weiß es geht nicht um mich
es ist eine art Spiel
ich höre den Bedingungen zu
es betrifft das Kind und noch eine erwachsene Person
mir sind die Verhältnisse und Beziehungen unklar
es ist aber auch nicht weiter wichtig
der Instrukteur erklärt uns die Regeln
wir stehen in einem dunklen Stollen
unter uns eine art Vorrichtung in einem tiefen, dunklen, dann schwarzen Schacht der endlos in den Boden zu reichen scheint
es wird später
wenn das Spiel beginnt
alles mit Wasser gefüllt sein
auch der Stollen in dem wir stehen und das Loch in das wir hinabblicken
das Kind und der Erwachsene werden an die Stahlvorrichtung gebunden sein, die sich bewegt
die in den Schacht zieht und wieder loslässt
das alles unter Wasser
kann man so lange die Luft anhalten, frage ich mich
das Ziel des Spieles ist weder bekannt noch wichtig
ich bin froh nicht das Kind zu sein
oder ein Mitspieler
das Kind kann das alles nicht einschätzen
gefährlich ist das nicht
es ist ein harmloses Spiel.
Szenenwechsel
ich nehme Erwachsene wahr und ein, zwei Kinder
nebelig und unklar
Bilderfetzen
die Stimmung ist von Lust durchtränkt
ich spüre die Lust
wie sie in der Atmosphäre hängt
ich fühle, dass das falsch ist, irgend etwas
irgend etwas ist falsch
die Atmosphäre ist dunkel.
Szenenwechsel
jetzt zum ersten Mal kommen meine Emotionen auf
mir rutsch das Herz in die Hose
als ich einen schweren Gedanken bemerke, schwer und bleiern liegt er über mir, mich erdrückend
ich erinnere mich, dass ich ein kleines Tier im Keller halte,
und seit einem Monat
oder länger bereits
nicht mehr an es gedacht habe
und ich weiß
ich fürchte
ich habe es verhungern und verdursten lassen
ich fürchte das sehr
ich muss in den Keller gehen.
Ich muss das alles in Ordnung bringen.
Ich muss das beheben.
Aber ich fürchte mich davor.

+

ein paar der geträumten Bilderfetzen, die an die ich mich erinnern kann, das war Donnerstag Nacht, 10.Oktober, ich habe keine Idee, wie ich so etwas beinhalten kann.


Text u Bild von anais