Mittwoch, 16. Oktober 2013
Komm her, komm her, komm her, komm her, komm her, komm her, komm her ....
wie ungarischer Schnee
der am 29. Juni über sein Gesicht fällt
wie die Hand einer Zigeunerin
die sanft über sein Gesicht streicht
und er denkt es sei ein spanischer Fluch
doch das ist es nicht
es ist eine dunkle Verführung
seit Jahrhunderten von Bestand
so hell und gut ist dieses Dunkel
nun
Äonen später
so gut
dass sie es nicht halten kann
das Wollen in ihren Knochen
dass sie es nicht halten will
das Begehren
um es nicht zu brechen dadurch
nichts soll mehr gehalten werden, nichts auf der Welt jemals
so sehr versteht sie diese Anziehung
und sie lernt
ihre härteste Lektion dabei
ganz ohne Anstrengung:
loszulassen.
Und plötzlich gehört ihr Alles.
Dass er ihr gehört, wusste sie von Anfang an.
Er gehört zu ihr.
Der sich verflucht Geglaubte
der Geliebte
der Süße
der Blaue
der mit dem einzigen Lachen
sein Lachen ist das einzige Lachen
das je ein körperliches Verlangen in ihr auslöste.
In ihr, der Zigeunerin seines Herzens.
Wie könnte sie das verfluchen?
Wie könnte sie das je noch einmal sterben lassen?
Wie könnte sie das je festhalten wollen?
+
Als ob es Liebe gäbe, die ohne noch wirklich begonnen zu haben, ohne vielleicht je wirklich gelebt zu werden, nicht beschrieben werden kann mit den Worten: man liebe.
Weil sie darüber hinausschwappt wie das wildeste, unbezähmbarste, älteste Meer.
anais an schwarzes Herz