Samstag, 28. Februar 2015

Lass mich




Lass mich mich in deinem Schoss zusammenrollen
lass mich meine Stirn in deine Brust drücken
lass mich mein Gesicht an deinen Hals schmiegen
lass mich deine Katze sein
ich will zu deinen Füßen
bei dir schlafen.




HEUTE IST ALLES ROSA.

und ich trinke so gerne wässrigen schwarzen Kaffee


+
it must be my heart you were after
baby we are the fight
because we love each other


_
Anais








Baby we are the fight

Baby I am your night

everything everything

wich contains

a lot of the dark as well

I put on my ravens claws

I put on my ravens wings

to be armed

I´m scared of this

you talk to me

I´m scared of this

I arm myself

need to be equipped

cause this is everything.


_

Anais






Freitag, 27. Februar 2015

Traumtagebuch: Kapitel 10: Der Streit


Das war kürzlich, nach einem realen, hässlichen Streit zwischen meiner Mutter und meiner ungarischen Oma und mir, mit der ich mich doch so gut verstehe, und nie streite. Sie und ich kommen so toll miteinander aus. Das hat mich ziemlich getroffen.

Im Traum bin ich mitten in der Streitszene und ich spüre so eine böse Stimmung zwischen mir und meiner Oma, die mir sehr unrecht ist. Ich bin in einem Haus, es ist recht groß, aber weniger wichtig, wichtig sind die Ebenen des Hauses.
Ich gehe mit einem ziemlich schlechten Gefühl nun ziemlich lange Treppen hinunter in den Keller des Hauses.
Dort steht ein Koch, ein alter Mann mit dickem Bauch, in der Küche und es ist eine sehr positive ganz eigenartige Atmosphäre: Er ist komplett in Frieden und ziemlich beschwingt und unbesorgt, und er kocht dort, die ganze Zeit, ständig, und er genießt es sehr. Alles ist in Ordnung und gut dort unten. Er und Oma haben aber nicht wirklich Kontakt, obwohl selbes Haus, welches ja doch weitläufig ist - das wundert mich aber nicht weiter.
Und er sagt zu mir, ich bin sehr bedrückt, in einem lockeren ganz wissenden Ton: Sei nicht besorgt, lass sie einfach, sie wird sich schon beruhigen, keine Sorge.

Und ich werde im Traum das Gefühl nicht los, dass das mein vor bald 12 Jahren verstorbener Opa ist, dieser Koch.

Nach dem Aufwachen war ich beruhigter.
Mein Opa hatte Zuckerkrankheit und immer trotzdem gegessen was er wollte und gesoffen wie viel er nur wollte, Rotwein, obwohl er es nicht hätte dürfen, er liebte es zu essen.
Sein Tod war ein ganz heftiges Erlebnis, was mich mein Körper richtig spüren lies, sofort, ich dachte ich muss ins Krankenhaus wegen Blinddarm oder so, weil ich so Schmerzen hatte, die kamen nachdem wir von seinem Tod erfahren haben, und waren so heftig und ich hatte ziemliche Angst deswegen, weil wir auch in Ungarn waren, und dort will ich ums verrecken nicht ins Krankenhaus, da würd ich noch draufgehen nur wegen Blinddarmoperation.
Aber es war irgendwie nichts, und es ging weg als wir wieder in Österreich waren.

Schöne Vorstellung, dass mein Opa jetzt irgendwo seelenruhig, bis in die Ewigkeit, kocht was sein Herz begehrt!
Ich hab dich lieb und machs gut. Weil zu mir warst du immer lieb, wenn auch zu meiner Mama gar nicht, aber das hat ja mit mir nichts zu tun :)


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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 9: The 'you made it' road



Ich gehe auf einem Gehweg entlang, die Sonne scheint, links von mir ist eine Baumallee neben dem Gehweg, und rechts von mir sind dichte, riesige, scheinbar ewig lange Büsche, Hecken, vollbesetzt mit tausenden gelben Blumen, große wunderschöne sonnengelbe Blumen, alles ist voll von ihnen, sie sind Orchideen oder Lilien oder Narzissen oder soetwas, eigentlich eine Phantasieblume. Ich liebe gelbe Blumen, und dass alles voll von ihnen ist.  Solange mein Auge den Gehweg vor mir sieht, solange erstreckt sich die Blumenhecke. Ich bin beschwingt und ziemlich verzückt von dieser Schönheit.
Wunderschönes vieles Gelb.
Mir geht durch den Kopf, dieser Weg heißt: du hast es geschafft Weg. Meine aber glaube ich, nicht mich selbst damit, es ist eher eine Erinnerung an jemanden.
Und am Ende der Hecke dann, geht der Weg steil bergab und ich schaue ziemlich hinunter auf eine Landschaft
und dort drehen sich zwei ziemlich mächtige Wirbelstürme und über ihnen ist der Himmel dunkel graublau, gewittrig, und ich bin ziemlich verwundert weil ich IMMER nur, AUSSCHLIESSLICH an einem einzigen Ort in meinen Träumen von Wirbelstürmen träume, und das is wenn ich im Traum in Ungarn bin bei meiner Oma im Haus
aber jetzt bin ich auf irgendeinem Weg, und äonenweit weg von Ungarn im Traum, und dennoch sind da zwei Wirbelstürme in naher Sichtweite, und ich denke mir:
lieber mal umdrehen und zurückgehen.
Und das tu ich auch und währenddessen schlägt das Wetter um und es zieht sich der Himmel zu und ich nehme nur noch Gewitterhimmel wahr und es rückt alles recht nah und wird ziemlich dunkel und ich gehe zurück in ein großes Gebäude, eine Art Kunstgebäude, also Kunstuni oder Künstlerlagerhallen oder Büros und sie müssen überall die Fenster dicht machen, es is ja alles aus viel Glas, viele Fensterflächen, wegen dem Sturm müssen sie alles zumachen und ich mache mir bisschen Sorgen, ob es auch nichts Wichtiges davonwehen wird und wir bunkern uns ein und ich bin nur ein kleines bisschen besorgt, vielleicht mehr gespannt.


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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 8: Wie noch nie


So habe ich noch nie in meinem Leben geträumt, und seither auch nicht mehr. Das Einschlafen war komisch, denn ich hatte wegen der gestörten vergangenen Nächte, dem schlechten Schlaf irgendwie bedenken, und mir ging beim wegschlafen durch den Kopf, dass ich mich entspannen muss, was ja nicht geht wenn ich mich zwinge, also war ich so zwischen loslassen, gewollt, und wirklich loslassen, und mich dazu zu bringen loszulassen, und wirklich loslassen, ganz eigenartige Zwischensituation. Das leitete mich direkt in den Traum über.

Ich war auch hier nicht so richtig im Traum drin wie sonst. Sonst verschwinde ich in meiner Traumwelt ganz und alles ist die Wahrheit. Ich weiß nicht, dass ich träume.
Diesmal wusste ich zwar auch nicht, dass ich träume, aber irgendwie konnte ich wenn auch mit Anstrengung alles selbst beeinflussen. Es war ziemlich magisch.

Leider weiß ich nichts mehr vom Anfang, hab zu lange mit aufschreiben gewartet, aber er war ziemlich lang der Traum. Ich weiß noch, ich gehe bei Nacht auf der Straße und ich soll in ein Gasthaus gehen in einer Gegend die ich kenne. Die Gegend existiert wirklich, und ich weiß, dieses besagte Gasthaus, das existiert nicht, da wo ich hingehen soll. Und ich wundere mich etwas, während ich unter gelbem Laternenschein, alles ist leer und dunkel, schwarz, auf der Straße dorthin gehe. Es ist ein Gebäude dort aber ich weiß, es gibt kein Gasthaus, nur denke ich mir: mal sehen.
Dann komme ich an und es ist ein Gasthaus, es wird irgendwie eines weil ich es dort haben will.
Und ich kann wirklich eintreten.
Es ist schön dort und sieht recht nach Wohlstand aus, gute Atmosphäre. Ich habe das Gefühl alles formt sich nach meinem Willen dort.
Ich frage nach einem Zimmer und ich werde hinaufgeschickt. Ich komme oben an und bin auch die ganze Zeit, wie schon im gesamten Traum so schrecklich neugierig weil ich ja alles mache. 
Der Flur in dem ich stehe ist Kreisrund, und rund um mich sind die Zimmertüren, Nr. 4, Nr. 5., Nr. 7, Nr.12, ich soll in Zimmer 11. Ich bin etwas verzweifelt weil es 11 nicht gibt, aber die nächste Tür auf dessen Zahl ich schaue zeigt mir 22 und plötzlich ändert sie sich in 11, und dann wieder in 22 und dann in 33. Das ist jedenfalls meine Tür und ich schliesse auf, aber da ist eine Ziegelwand. Oder sowas, ich kann nicht rein. Ich mache die Tür wieder zu und bin etwas verzweifelt und denke mir dann: ich muss es ja nur glauben, dass ich da durch die Tür gehen kann, nur glauben, und das sage ich mir so vor und ich mache die Tür erneut auf und wende ziemlich viel mentale Kraft auf wie ich spüre und die Wand ist weg und ich kann irgendwie hineinkriechen, denn es is ein niedriges Schlupfloch.
Ich bin so gespannt wie es weitergeht, der Traum is eine einzige Challenge, aber da wache ich auf.

So hab ich noch nie geträumt und auch seither nicht mehr.


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Anais





Traumtagebuch: Kapitel 7: Kolibrigeschenk


Ich befinde mich draussen. Die braune Erde unter meinen Füßen ist sehr präsent. Ich habe eine Art Geschenk in der Hand. Es ist so verpackt wie Samen und ich weiß, oder es steht drauf, ich muss den Inhalt in die Erde setzen, und dann bis Frühling warten, dann schlüpft er.
Irgendwie ist es dann so, dass ich es nicht einsetze, warum weiß ich nicht, und es schlüpft vorzeitig ein kleiner Kolibri aus einem Ei - mein Geschenk.
Er ist komplett nackt und schwach und ich weiß ganz genau - es ist viel zu früh. Es ist noch Winter. Das wird er schwer überstehen oder gar nicht.
Ich ärgere mich sehr und fühle mich etwas machtlos, dass ich ihn nicht eher in die Erde eingesetzt habe, dass er rechtzeitig schlüpfen kann. Ich bin wohl zu ungeduldig gewesen. Das ärgert mich denn so habe ich nichts vom Kolibri.


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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 6: Wiedergeburt


Ich bin so komisch nicht ich, nur ein Bewusstsein. In dieser Form trete ich aufeinmal in eine Welt ein, ich bin Beobachter. Es ist wie eine Vorschau. 
Es ist eine atemberaubende Welt: Ich sehe einen Fluss der still und freidlich daliegt, fliesst, gemächlich, in einen See übergeht, überall ragen kleine und größere Steine aus dem Wasser, rundum ist wunderschöne Natur, alles ist ganz friedlich, es gibt keine Menschen, ich schwebe über diesem Bild, das Licht, das alles eintaucht und einfärbt ist ein helles weiches blau bis hin zu violett und rosa. Es ist so wunderschön ich fühle mich so gut, ich möchte genau hier sein. Das ist eine Art Ziel, eine Art nächste Station.
Dann trete ich aber aus dieser Welt, bewusst, und in eine andere ein, ich bin in einer Art Zwischenwelt, Korridor, dunkel, eine Allee, es ist ziemlich normal hier, und es ist ein kleiner Junge da, mit schulterlangem, blonden Haar. Wir gehören zusammen. Er wird so zehn, elf Jahre alt sein. Ich kenne ihn gut, ich gehöre aber nicht hierher, es ist als würde ich nur mal nach ihm sehen.
Er öffnet dann eine Tür zu einem schwarzen, finsteren Raum, das ist eine sehr dunkle, böse Sache, das weiß ich. Er muss dort hineingehen für eine Weile und das weiß ich auch. Während er hineingeht, bin ich so unfassbar entnervt, nichts geht mir mehr auf den Sack, als dass ich jetzt diese Sache abwarten muss, bis er wieder rauskommt, alte Scheisse ich bin so entnervt, ich will unbedingt schon in diese schöne Welt, in die ich zuvor einen Blick geworfen habe.
Er steht mir da nur im Weg, ich selbst bin viel viel älter als er. Ich weiß ich muss nicht in den Raum, ich muss nur warten. Während mich das unfassbar ankotzt und mir der Gedanke kommt, ich muss ja nicht warten, denn das muss ich ja nicht, mir steht es ja frei, ich könnte jetzt auch gehen, überschwemmt mich plötzlich so eine unbändige, innige tiefe Liebe für diesen Jungen, so stark, dass es die genervten Gefühle wegwischt. Ich liebe ihn doch so und ich gehöre ja zu ihm.
Das ist alles nur ein Augenblick. Dann ist er fertig und wir beide treten in die wunderschöne Welt gemeinsam ein. Ich fühle mich sehr ruhig, endlich sind wir dort beide angelangt. Wir sind aber nicht zusammen hier, er ist auf einem Segelboot, dass plötzlich am See steht, und immer noch der kleine blonde Junge, und er trägt jetzt einen knallroten Ganzkörperanzug. Er gesellt sich zu einem Kreis von Menschen, und sie machen Kampfsportübungen, alles ist sehr positiv und gelöst, ich bin weiterhin eher ein Bewusstsein und beobachte diese Szene, und ich bin jetzt erleichtert, dass er auf dem Boot gut angekommen ist.



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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 5: Wieder der Löwe


Dann träume ich - zum ersten Mal in meinem Leben - wieder dasselbe wie ein paar Tage zuvor. Wieder bin ich, diesmal nur zu Gast, in einem Haus und der Nachbar nebenan hält einen Löwen im Garten.
Diesmal jedoch ist anders, daneben dass ich nur ein Gast bin, dass ich außerdem erwachsen bin, kein Kind wie im anderen Traum, und autark, endlich.
Und die Gegend ist so viel schöner, so reich. Hügelig, Weinregion vielleicht, viel viel Grün und schöne Häuser, nicht so abgefuckt östlich wie im Traum zuvor, wenn ich auch den abgefuckten Ostcharme sehr mag.
Und die netten Bäume in diesem Traum.
Naja und der Löwe aber wütet, ich kann nicht sehen, die Vorrichtung die ihn abschirmt - sichert - lässt mich ihn nicht erblicken.
Er wütet, er brüllt, sein Gehege zerbirst beinahe. Mir wird unheimlich, ich bekomme richtige Angst. Vermutlich zum ersten Mal in einem Traum überhaupt.
Dieses Tier will in die Freiheit und statt Mitgefühl empfinde ich riesige Angst vor seiner Kraft und vor seinem Willen auszubrechen. Ich fühle mich nicht sicher, ganz und gar nicht.
Es macht einen ganz schrecklichen Wirbel.
Dann komme ich näher, nächste Szene, keine Angst jetzt weil meine Mission ist es zu sehen, denn ich muss es sehen, und sehe schliesslich doch durch einen relativ wenig starken Zaun, mehr Gitter.
Und da stapft der Löwe umher, ziemlich königlich und Herrisch und sicher und erhaben.
Er brüllt nicht mehr.
Dann legt er sich hin und rollt sich ein, und sieht irgendwie aus wie ein Pferd. In dünklerem Braun.

Szenenwechsel, ich bin ganz wo anders und  sexuell erregt.
Möglicherweise vermisse ich Sex.



*


Tiere im Traum zeigen oft das animalische in einem selbst, was man zurückhält oder nicht zulässt.



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Anais


ANHANG VON DÄMONEN



UND ICH MUSS DICH FRAGEN, OB DU FINDEST, DASS MEINE DÄMONEN SCHON SO RICHTIG HEFTIG GROß SIND
OB DU SIE AUCH ALS SO ÜBERBÖSE ERKENNST
ICH MUSS DICH FRAGEN
SIND DENN MEINE DÄMONEN AUCH IN DEINEN AUGEN SO MÄCHTIG?
ODER SEHE NUR ICH HIER MEIN LEBEN SO BEDROHT?

SEHE NUR ICH HIER MEINE EXISTENZBERECHTIGUNG STARK VERMINDERT?
WEIL SOLCHE DÄMONEN IM SCHLEPPTAU
UND DAS NOCH NICHTMAL AUF DEN ERSTEN BLICK ODER ZWEITEN
SOLCHE DÄMONEN IN MEINER GEFOLGSCHAFT
DAS KANN NIEMAND ERTRAGEN
ICH MUSS DICH FRAGEN
KANNST DU DAS ERTRAGEN?
ODER ERTRAGE NUR ICH DAS SO SCHWER
UND DU VIEL MEHR
ALS ICH
ICH MUSS MICH MANCHMAL FRAGEN
OB ICH MICH MIT SO EINEM ANHANG VON DÄMONEN
NICHT LIEBER VON DER WELT AUSSPERREN SOLLTE
.

MUSS ICH SCHONMAL FRAGEN.


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Anais

du machst nicht weiter aber ich geb nicht auf


aufgeben


UND LEBEN ICH FRAG DICH JETZ NOCH WAS

WAS SOLL MAN DA NUR TUN?

UND DU SCHEINST MICH DAZU ZU BRINGEN

MIT ALLEM WAS DU MIR ZEIGST

ZU ZWINGEN

AUFGEBEN, IST ALLES WAS BLEIBT.

NUN GUT DANN GEBE ICH AUF.

UND DANKE FÜR DIESEN TIP.



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Anais

MÜDE



ICH BIN SO VERDAMMT MÜDE VOM ALTEN DRAMA,

LEBEN, WENN DU NICHTS ANDERES FÜR MICH BEREIT HÄLTST,

DANN BITTE ICH EINFACH UM EIN NEUES DRAMA.




ANAIS

Donnerstag, 26. Februar 2015

Gleichnis vom Mädchen mit dem offenen Herzen



Mag sein, dass sie sich mit Worten von anderen entfernt, als unbewusste Gegenkraft zu ihrem angeborenen Automatismus, auf andere direkt, bis über alle Grenzen, zuzugehen. Sich ihnen auszuliefern, denn das tut sie, sie liefert sich ihnen aus, und um dabei nicht gänzlich von ihrem Gegenüber absorbiert zu werden, muss sie die Grenzen mit Worten ziehen, die sie im Gefühl nicht herstellen kann.


Das kleine Mädchen zieht durch die Welt, von Anfang an, mit ihrem Herzen in beiden Händen, und ein einziges liebes Wort, eine einzige liebe Geste reicht, um sie dazu zu bringen, ihr Herz vor diese Person zu legen, direkt vor ihr abzulegen.
Es genügt und sie legt dir ihr Herz auf den Tisch, du kannst es haben.
Und immer wieder, wenn es dann achtlos liegengelassen wird, oder unbemerkt zu Boden geworfen wird, dann seufzt sie, bevor sie es aufhebt, und wieder mitnimmt, zum Nächsten, der etwas liebes sagt oder tut.
Ihr Herz ist ein Wunderwesen, es kann keine Risse oder Schrammen bekommen.
Sie schon, sie kann ganz schön geschunden aussehen, aber ihr Herz ist ein Wunderwesen.
Das ist für sich selbst.
Was sie kennt, was sie wirklich kann, worüber sie Herrin ist, ist das Alleinsein, und ihr Schatten der eines Wolfes.
Sie ist so klein und so zart, dass man sich zuweilen fragen kann, wenn sie an einem vorbeigeht, wie kommt sie so durch die Welt?
Sie hat keine Angst von Ungewissem, oder davor, dass die Welt vielleicht stärker ist als sie, sie selbst ist das Ungewisse, und beschützt von etwas, von irgendetwas.

Dann seufzt sie, bevor sie es aufhebt vom Boden, und wieder geht. So viel Hässliches gesehen, und doch so unschuldig in ihrer Art, Menschen zu begegnen.
Ihre Unschuld ist nicht zu töten.
So viel Gleichgültigkeit erlebt, und doch wird sie mit keinem Tag gleichgültiger.
Immernoch so unschuldig in ihrer Art, Menschen zu begegnen. Selbst wenn sie gefährlich oder bewaffnet sind.

Sie trägt ihr Herz offen durch die Welt, kaum zu glauben, dass das geht. Sie glaubt es selbst nicht, sie kann nur nicht anders als so.
Und sagst du ein liebes Wort, entgegnest ihr eine liebe Geste, dann wird sie dir mit leuchtenden Augen ihr Herz noch im selben Augenblick darlegen, es aus ihren Händen geben.
Und wenn du es nicht beachtest, das Geschenk wegschiebst oder achtlos fallen lässt
wird sie seufzen
und es
abermals
vom Boden aufheben
und wieder gehen.
Immer weitergehen.

Bis sie eines Tages
vielleicht daran zerbricht
sie vielleicht,
nicht aber ihr Herz.



_
Anais



Mittwoch, 25. Februar 2015

aktenzeichen XY ungelöst




sie ist mit ihrem vater auf einer veranstaltung, wie fast nie. nie, wiesoeigentlich nie? weil er zwar gerne würde, aber nicht tut. er würde und wollte immerschon gerne, tut und tat aber nie. naja vielleicht tat er ja mal, in grauer vorzeit, aber davon weiß sie ja nichts, weil er nie erzählt, sie kennt ihn gar nicht, sie kennt ihren vater nicht, und sie haben nie mehr als eine halbe stunde voneinander weggewohnt und sich immer gesehen, also oft gesehen.
aber sie kennt ihn nicht, sie hat keine ahnung, ihn kann man nur aus versehen kennenlernen, wenn man daneben steht und beiwohner einer unterhaltung ist, die zwischen ihm und einem wildfremden, sinnlosen menschen stattfindet, und dinge ans licht kommen, über ihn, die sie noch nie gehört hat. warum ist sie eigentlich nur beiwohner, und nicht tochter? WAS ist tochter? möchte sie schreien. und so viel liebe und so viel mitleid und fast schon hass und viel zu viel kälte, von ihr aus, nicht von ihm. was tochter ist? das war einmal, vor langer zeit, und endete mit der pubertät, da wird man aus nestern und herzen geworfen, oder einfach vom radar geschoben.
in ihrer pubertät war sie erwachsener als jetzt. da wäre sie vielleicht sogar fähig gewesen mutter zu sein, mit 12 mehr als heute, glaubt sie weil es ihr niemsnd ausredet. egal. fröhnen wir der langweiligen narrenfreiheit weil ja alles geht und nichts gemusst wird, ausser selbtverantwortung, und ich meine, was ist das schon.
als teenie war sie reifer, fast schon alt. durchgeknallt dann mit 21. aber gut so. oder? was auch immer. und da bleiben eben väter wie töchter auf der strecke. kaum zu glauben dabei sind wir doch beide läufer, ich habs von dir geerbt.
aber heute läuft jeder für sich alleine. du und ich.
nur urde ihr unlängst klar, er lief immerschon für sich alleine. so ist er. was hat ihn nur so kalt gemacht? und wann? laut erzählungen war er noch klein.
und sie hat die schlimmste angst so zu sein. so viel angst, so will sie nicht sein, kann sie nicht sein, nicht so abgeschnitten, nicht so lebensleer.
er ist so LEBENSLEER.
ich muss weiter die welt und männer und nächte niederreißen, dass ich ja werde wie ich, nicht wie er.
aber wer bin ich dann eigentlich wirklich?
und dem nächsten mann kotze ich ins gesicht wenn er es wagt so dämlich zu reden wie alle anderen, und der nächsten welt kotze ich ins gesicht, wenn sie es wagt sich nicht zu verändern, und zwar stets, und der nächsten nacht kotze ich ins gesicht, wenn sie es wagt so kurz zu sein, und mir den schlaf nicht zu gönnen, denn ich brauche, um märchengestalt zu sein.
weil er mich vielleicht nur dann will, wenn ich märchengestalt bin.
aber wer bin ich dann eigentlich wirklich?
leider: diese frage war schon vor 8 jahren dieselbe. und dich trifft der schlag, als du bemerkst, sie ist immernoch da. und es wird sich vielleicht nie etwas daran ändern.
war ich für meinen vater je märchengestalt?
als kind vielleicht, so sah es aus, da war alles so perfekt als ich mit ihm zusammen auf einem stück restteppich von omas neuem boden, er war altrosa, spielte dass wir angeln, und der teppich war das boot und mein zimmerboden der see. mann, so weit weg war ich nichtmal, als ich in tokyo war.
das war so schön.
ich war ganz in meiner welt und er hat einfach mitgemacht. wann hat er aufgehört mitzumachen und wann überhaupt hat er aufgehört mich anzurufen? wann? ich war doch nur kurz am flug, viel kürzer als alle anderen, und plötzlich war die verbindung weg.
ich kann doch nichts dafür, hätte ich kind bleiben sollen? hätte ich das kleine krokodil bleiben sollen? und wie ich mir jetzt noch mit fast 30 so lächerlich wünsche, er würde mich so nennen, wenn ich weine. kleines krokodil. was und warum kann ich nicht loslassen? was?
was ist passiert überhaupt und in welchem rausch ging das verloren?
ich entschuldige mich, ich muss das wohl, dass ich erwachsen wurde. denn das hat alles getötet.
ALLES.
meinen frieden mit ihm.
und überall kriechen zombies hervor und wollen mich in ihre höhlen locken und rufen sie wären väter.
warum hört es sich so an, wenn wir reden, als wäre ich für ihn, für IHN, den ersten wichtigen mann in meinem leben, unerreichbar? genauso wie es sich anhört, wenn ich den gründen der kerle lausche, wenn sie mit mir reden und bei nein bleiben. warum bin ich für sie alle unerreichbar ohne das je entschieden zu haben?
warum greifen sie nicht nach mir, warum wollen sie mich nicht erreichen.
ich neige mich doch schon zur erde.
für IHN, den ersten wichtigen mann in meinem leben, unerreichbar?
diesen verlust kann ich wirklich nicht überleben. sowas ist nicht möglich. was mache ich jetzt? wie soll das weitergehen? irgendwie, aber ich bin doch verdammtnochmal nicht hier, für 'irgendwie'.
dafür habe ich mir doch nicht die mühe genommen, einen körper zu beseelen. nicht für 'irgendwie', nein. für volles rohr schon eher.
keiner weiß also, wer einen fehler gemacht hat und ob überhaupt. wie soll man so richtig spielen? ich brauche regeln.
und man sagt ihr, geh auf ihn zu, rede. REDE.
und sie verrenkt sich fast dabei, riskiert kopf und kragen dabei, aber es ist so, im echten leben, wie es in keinem traum jemals war: es kommt kein ton heraus. ums verrecken nicht.
jedenfalls kein ton der er hören kann.
ist er denn taub?
frage beantwortet sich selbst, gut das war dumm gefragt. ist er taub? na hallo! HÖR IHM DOCH MAL ZU. dann weißt du was das wort taub an sich von seiner wortherkunft ist.
und das schlimme daran: eigentlich ist er ja das gegenteil von taub.
vielleicht war ihm ja auch die welt zu laut.
wie einem wal.
sie ist also mit ihrem vater auf einer veranstaltung, und sie treffen eine alte bekannte. ihr fällt, typisch, die kette der bekannten auf, besonders schön, das merkt sie auch gleich an. die bekannte sagt, sie habe sie von ihrem vater bekommen, der bereits verstorben ist.
und das ist schon komisch, denn sie selbst trägt ebenso zufällig heute eine kette, die einzige, von ihrem vater. die trägt sie fast nie, obwohl sie sie so liebt, ihr teuerstes stück, im herzen.
wie sinnbildlich.
und sie reden, sie und die andere mitohne vater, über ketten und väter.
und rückblickend ist es so eigenartig, dass sie da redeten, als wäre auch ihr vater längst verstorben, obwohl er daneben stand, und mitredete.

sie liebt diese kette so sehr, violett, steine, silber, dezent, ein kleiner vogel in der mitte, wie eben vom himmel gefallen, heilig. aus amerika hat er sie mitgebracht, vor 20 jahren wahrscheinlich, und gesagt es sei eine indianerkette. sie liebt sie. sie spürt sie merh als ihn.
heilig, irgendwie.





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Anais


KÖNIGE



ICH KANN DICH LESEN

ICH KANN DICH NICHT SEHEN

ICH MUSS DICH NICHT SEHEN

WEIL ICH DICH SPÜRE

ICH FÜHLE DICH

OHNEHIN

UND DANN WEIß ICH:

IM UNTERGRUND SIND WIR DIE BESTEN

UNGESEHEN VON DER WELT

DIE WELT DIE WIR NICHT BRAUCHEN

DENN

IM UNTERGRUND

SIND WIR KÖNIGE.




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Anais

dunkle episode



sie war vielleicht 5 jahre alt, da ging es mit ihrer tante nach dem kindergarten eine zeit lang zu befreundeten kindern, auf die sie, ihre tante, aufpasste, also da war der r. in den sie, das kleine mädchen von 5 jahren, ziemlich verliebt war, und sein bruder , der b. sie erinnert sich brüchig. ja, brüchig. dieses und kein anderes wort ist gemeint. an die wohnung, den flur, den r., den b., an sich selbst. an die tante eher weniger. war sie dort allein mit den burschen? weiß sie nicht so genau. jedenfalls wendete sich das blatt der noch so jungen verliebtheit der kleinen 5-jährigen. eben noch überglücklich von tante und r. gemeinsam abgeholt zu werden aus dem kindergarten, zu fasching, als sie als arielle verkleidet war, und r. ihr begeistert erzählte, dass sein lieblingsfilm arielle sei, und er in arielle verliebt sei, schon erinnert sie sich, einige blackouts später, es ist viele jahre her, den r. tunlichst zu meiden. wieso? episoden über episoden, zusammenhanglos in ihrem kopf, jahre, jahrzehnte nicht darüber nachgedacht, und irgendwann kam die erinnerung an einzelne fetzen wieder, willkürlich, ohne jeglichen auslöser. sie kann sich erinnern, wie r., der etwa 11 gewesen sein musste, oder 12, mit ihr spielte, und sich irgendwann im spiel auf sie setzte, ihre hände zu boden drückte. er fand es vielleicht romantisch. sie war für diesen begriff doch noch zu klein, auch wenn sie schon wirkliche verliebtheit spüren konnte, schon damals, für diesen und jenen. daher fand sie es also eher unangenehm und befremdlich. mehr an erinnerung will sich da aber nicht mehr einstellen, drehe sie wie sie es wolle, und die nächste klare szene ist: der schreibtisch im zimmer des b., des bruders von r. er muss um die 14 jahre alt gewesen sein, ein ruhiger, friedlicher kerl. das spürte sie genau und setzte sich also auf seinen schreibtisch, während er vertieft mit seinen modellautos ebendort spielte, vielleicht auch mit einem gelben modellhubschrauber. und er war so nett und aufmerksam, so friedlich und ruhig, und erklärte ihr hin und wieder so dies und das, über seine modellautos und modellflugzeuge und überhaupt: über seine modellwelt. er lies sie so schön in ruhe. und er war älter. hier war sie sicherer, als bei dem komischen r. der hatte sie dann doch allzusehr verwirrt, verstört vielleicht sogar, und somit hatte sie plötzlich keine schmetterlinge mehr für ihn in ihr drin flattern.
sie wich nicht mehr von b.'s seite. wie es weiter ging, weiß sie heute auch nicht mehr, nach 13 jahren. jedenfalls waren da viele, viiiele modellautos und modellflugzeuge und auch kleine modellstraßen und modellbäume, in giftgrün und steifem plastik. das weiß sie noch. und dass es ihr nicht gefiel. an r. kann sie sich nicht mehr erinnern.






_
Anais

Sonntag, 22. Februar 2015

BECAUSE OF THE RAIN





GIRLS YOU GOT TO KNOW

WHEN IT'S TIME TO TURN THE PAGE

WHEN YOU'RE ONLY WET

BECAUSE OF THE RAIN



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Tori Amos - Northern Lad

6 58 are you sure where my spark is ?



if the divine masterplan is perfection,


maybe next I´ll give Judas a try




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Tori Amos - Spark



Freitag, 20. Februar 2015

Traumtagebuch: Kapitel 4: Das riesige Loch in der Wand



Ich nehme ein Bild von der Wand und möchte den Nagel entfernen. Ich sehe schon, das Loch ist bereits größer als der Nagel. Ich entnehme den Nagel. Das Loch bröckelt, reisst auf bis es den Durchmesser eines halben Meters erreicht. Es ist ein Tunnel geworden der durch die Wand geht. Da wo nichts sein sollte ist ein riesiger Tunnel, da wo Wand sein sollte, ich fühle kalte Schauer in meinen Knochen denn ich habe dieses Loch nicht unter Kontrolle, ich kann nichts tun.
Am anderen Ende ist es hell, ich sehe offenbar in eine fremde Wohnung, irgendwo schräg ober mir da habe ich gar keine Nachbaren aber ich sehe nun einen.
Nunja. Halb so wild.



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Anais


Traumtagebuch: Kapitel 3: Scheisse




Bei meiner Großmutter im Wohnzimmer, voller Gäste und voller Katzen, entdecke ich überall auf dem Tisch und unter dem Tisch Kackwürste von Katzen. Ich ekle mich sehr, als Oma und ich alles wegräumen, ich ekle mich ganz fürchterlich das alles trotz Handschuhen und Papierhandtüchern angreifen zu müssen. Mindestens 8 Haufen müssen wir wegräumen und einer ist so groß, dass er von einem Menschen stammen muss, und ich kann nicht verstehen, wer denn wirklich auf einen Teppich scheisst inmitten von Leuten? Ich kann es einfach nicht verstehen und ich ekle mich sehr. Über alle Maßen.


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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 2: Schlangenliebe



Bei Bekannten soll ich ihre Hausschlange berühren. Die ist nicht giftig. Und auch sonst ist sie ganz ruhig und unerschrocken, an Menschen gewöhnt, kein Problem, sie tut auch sicher nichts. Ich bin natürlich neugierig. Ich berühre sie. Sie windet sich sogleich um meinen Arm und kriecht schleicht an ihm entlang, höher, bis zu meiner Schulter, sie schmiegt sich an meinen Hals, an meine Wange, sie ist ganz voller Zuneigung und Zuwendung, ein richtig liebes Tier, ich spüre eine tiefe Verbundenheit und eine tiefe Liebe. Von Zeit zu Zeit zwickt sie mich völlig schmerzlos in meine Hand, das soll eine Liebesbekundung sein. Ich bin so versessen auf diese Schlange, ich will sie andauernd bei mir haben, ganz in meiner Nähe.
Zuerst verschwimmt sie völlig als würde sie nicht fest sein, in diffusen Grüntönen, später sehe ich sie mir genau an da scheint sie lila zu sein und hat ein ganz klares geometrisches Muster, welches ich im Traum als typisches Schlangenmuster erkenne. Dann ist sie noch in unterschiedlichen Rottönen. Und einmal ist sie eine Frau, für einige Sekunden, die sich räkelt in rot.
Das alles ist diffus aber mein Gefühl, diese innige Zuneigung ist die ganze Zeit ganz klar und ganz stark.


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Anais

Traumtagebuch: Kapitel 1: Löwenansammlung

Wir haben ein Ferienhaus. Der Ort ist: Irgendwo. Recht östlich, recht spärlich, recht ärmlich aber gerade genug. Haben was wir brauchen. Recht sommerlich recht sonnig. Ich beschloss für diesen Traum kurzerhand einfach ein Kind zu sein, denn ich kann ja. Toben, toben, toben durch den Garten und hinten um das Haus, durch die Küche, durch den vorderen schmalen Hof, durch das Wohnzimmer wieder in den Garten. Es gibt da so einen kindlichen Spielkameraden mit dem ich tobe.
Plötzlich fällt mir in der Einfahrt der Nachbarn ein Löwentransport auf und ich bin sehr bestürzt, welcher Zoo nimmt die Armen nun wieder gefangen, hört das denn nie auf? Irgendwann hört das auf ich schwöre es irgendwann hört das auf.
Aber zu meiner Überraschung bleiben die Löwen dort und werden beim Nachbarn ausgeladen. Die wohnen jetzt da! 6 Stück Löwen, Weibchen und Männchen.
Während einer sich gemütlich im Garten sonnt, fangen die andren an herumzustreunen und zu erkunden.
Ich sehe sie schon vor mir, in unseren Garten übersetzend, uns auffressend, ich fühle mich bedroht, der Zaun im Vorgarten ist nicht besonders hoch und da können sie mühelos eindringen, mühelos uns als Gefahr auf die Pelle rücken. Ich fühle mich unsicher und ausgeliefert. Wie kann ich das verhindern, wie können wir uns schützen?
Der Nachbar ist ein etwas über 40 jähriger Mann mit schwarzem Haar, lang, im Zopf, mit etwas indianischem oder schamanischem in seiner Aura und obwohl er etwas dick geworden ist hat er ein selten schönes Gesicht mit besonders interessanten Gesichtszügen. Hart und männlich, klar und anders. Er lebt mit seiner Frau in einer guten Beziehung, neben uns und er hat bereits an die Lösung gedacht. Der Vorhof wird überdacht. Mit dünnen Gipsplatten, so können die Raubtiere nicht zu uns rüberschwappen.
Es ist auch bereits geschehen.
Nun ist es erheblich dünkler in unserem Haus weil uns viel Licht von aussen fehlt, was früher seinen Weg ins Haus fand, als es noch keine Überdachung gab. 
Ich finde das ganz scheusslich und will nicht so eingemauert und überdacht sein, will nicht, dass es an unserer Lebensqualität mangelt und ich will diese Verdunkelung nicht.
Niemand erhebt Einwände. Ich fühle mich ziemlich bedrückt und betrogen.
Dagegen zu machen ist nichts.
In der Küche erzählt er uns von dem Lieferanten, der ab jetzt ein dickes Problem hat weil er ihn illegal mit den Löwen beliefert hat und allerhand. Er hat sich einen großen Traum erfüllt. Seine Löwen passen zu ihm.
Trotzdem ist das ganze ziemlich scheisse.

_
Anais

Donnerstag, 19. Februar 2015

als der Mond noch einsam war ...



Wir wollen die Welt regieren
und nebenbei fühlen wir uns einsam
als eine Hälfte eines Ganzen
die ihre andere Hälfte vermisst.




*




Lebensbejahung macht alt.


*



Ich halte meine Platten fest

perfektes Verzagen
das hier ist ein ganz anderer Ort
denn das alte habe ich verlassen

und bin allein mit meinen Platten
alles was ich brauche ist diese Musik

Erinnerung an mein zu Hause
hier ist alles neu und fremd und ohne mich
weil ich hier nicht geboren bin
weil ich hier von nichts wiedergespiegelt werde

alles anders
ich allein
es macht aber nichts
bis auf die Musik macht es nichts
nie allein

Musik ist mein Leben
und wenn ich nichts mehr fühle
spüre ich immer noch den Bass.



*




I want someone to sing a song for me.


pure


and


clear


wish


.





*



ICH SITZE HIER IST DAS DAS ENDE EINER WELT?

UND DENKE
UND ATME
UND WARTE
UND ES IST SO LAUT IN MEINEM KOPF
HINTER MIR STEHT MEIN BETT
UND ICH WERDE DAS TRÜGERISCHE
LEICHT IRRITIERENDE GEFÜHL NICHT LOS
DASS DA JEMAND DRIN LIEGEN SOLLTE

ICH GEHE HIER
IST DAS DIE TÜR ZU DEINER WELT?
SCHAUE AUF MEINEN BAUCHNABEL
AUF EIN LEBEN
UND ICH WERDE DAS LEISE GEFÜHL NICHT LOS
DASS DA EIN PARALLELES UNIVERSUM DRIN SEIN SOLLTE

ES WÄRE WENN ES WOLLTE
ES KÖNNTE WEIL ICH SOLLTE
ES LEUCHTET WEIL ES NIEMAND AUSLÖSCHT

ICH LIEGE HIER AM BODEN
IST DAS VIELLEICHT DEINE WELT VON OBEN?

SCHAUE AUF DIE DECKE
ENTDECKE
LESE
WEINE
UND ICH WERDE DAS LÄRMENDE
VÖLLIG AUS DER FASSUNG SCHNEIDENDE GEFÜHL NICHT LOS
DASS ICH DAS GEDÄCHTNIS BEI MEINER GEBURT VERLOREN HAB.

UND DER BODEN AUF DEM ICH LIEGE SCHWANKT UND BEBT
WIEGT MICH HINAUS IN DIE ENGERE ERDUMLAUFBAHNAUSWAHL

DER BODEN ER WIRD MIR WEGGEZOGEN
ICH SCHWEBE HIER
IST DAS DAS GROßE ZELT?
IST DAS UNSERE EIGENTLICHE WELT?
DIE WIR TEILEN MIT DEN STERNEN?
DIE LEUCHTEN WEIL MAN SIE NICHT AUSKNIPST?

BIN ICH AUS PAPPE
EINE SCHABLONE
IN DER FORM EINES STERNES
SO TRÄGT MICH DIE STIRN DES UNIVERSUMS
IN DIESER DIMENSION
STEHEN DIE MAßE DER MENSCHEN IN ANDERER RELATION

ES GIBT UNS AUCH DA DRAUßEN
DORT STEHEN WIR
GEHEN WIR
SITZEN WIR
VOR DEMSELBEN GROßEN RÄTSEL
OHNE HILFE

ERINNERE DICH STETS DARAN
WENN DU IN DEN SPIEGEL SIEHST
VIELLEICHT SIND DEINE AUGEN
UM DIE KLEINE SPUR BRAUNER
WIE SIE SIE DAHINTER DEIN SEELENVERWANDTER TRÄGT

ER STEHT HIER
UND SIEHT DICH AN
UND ATMET UND WARTET
UND VIELLEICHT IS ES SO LAUT IN SEINEM KOPF WIE IN DEINEM.

13.7.04



*



I wanna meet the others

the ones that rule the invisible side
the other end
the air above the streets
and rooftops
the eternity and the gap
that noone sees to find
I wanna meet the others
I feel odd like them.



*


my melancholy is the rest of a star that fell a second before my birth
I can't focus
I am weightless
but the centre of gravity
the heavy iron
the heavy star
my own destination


*



DIE WOLF


Ich liege in deinen Augen wie in einem Feld
sie saugen meinen Körper auf
er ist dein Zelt

Für dich gebe ich mein pures Leben
mit jedem Herz meines Bebens

Dann bin ich zu Staub zerfallen
irgendwann
übrig bleiben nur meine Krallen
die Krallen eines wilden Tieres

In deine Hütte aus Holz
hast du mich geholt
alles was ich war, war stolz auf die Einsamkeit
und du hast mich behalten
mir jeden Abend ein Märchen erzählt
bis du bei dem deines eigenen Lebens angelangt warst

Und du hast nie erwähnt
dass du mich eigentlich brauchst
dass ich dir eigentlich fehle
mit jedem dir nahen Atemzug aus meiner Wolfskehle

Vor nichts zurückgeschreckt
nicht einmal vor mir
dem einsamen Raubtier
doch kaum warst du bei deiner Geschichte
wollte jede Faser deines Seins weg von hier
und damit weg von mir

Das hast du nicht verstanden
was ich rufe
wenn Vollmond ist
denn meiner Sprache bist du nicht mächtig
fremder König von Tränen trächtig

Mit deinen Augen hast du mich nie verlassen
nie hättest du mich ziehen lassen
stattdessen bist du davongezogen
mit jeder Nacht um ein Körperteil mehr
bis du völlig verschwunden warst

Und du hast nie erwähnt
dass du eigentlich nicht lebst

Meine Haut mit den Sternen hast du verlassen
das Zelt ist jetzt kalt

Und ich habe nie erwähnt
dass ich dich gar nicht sehen kann

Jetzt heule ich nächtens den Vollmond an
weil er mir das Gefühl gibt
er könnte du sein

Du hast nie erwähnt
dass du mir ein zu Hause geben wolltest
du hast nie erwähnt
dass der Wolf dich gezähmt hat

Und ich liege blind einer weiten Welt zu Füßen
und zähle mit jeder Nacht
bis ein Traum erwacht
die Meilen die du gehst.

24.7.04


*




WIE KANN MAN SICH UNTER MILLIARDEN VON MENSCHEN ALLEIN FÜHLEN
WIE EIN UNIKAT
VERGESSEN
VERLASSEN
ICH SCHAFF DAS ICH KANN DAS
ICH BIN DIE UNMÖGLICHKEIT

FRAG MICH OB ICH FLIEGEN KANN
OB ICH SCHWERELOS BIN NICHT WIE JEDERMANN
ICH KANN DAS ICH WEIß DAS 
DAS SCHAFFE ICH AUCH
ICH BIN DIE UNMÖGLICHKEIT DIE DU FÜHLST IN DEINEM BAUCH

FRAG NICHT OB ICH WEIß WAS NACH DEM TOD PASSIERT
WELCHE TÜR MAN VOR DER GEBURT PASSIERT
FRAG NICHT DENN ICH WEIß ES
ICH WEIß ES
ICH BIN DIE UNMÖGLICHKEIT IN DEINEM KOPF

DU FRAGST MICH WARUM ES UNS GIBT AUF DIESER WELT
UND OB ES DA DRAUSSEN NOCH WEITERGEHT WIE UNTER EINEM KOSMISCHEN ZELT
ICH SAG DIR ICH KENN ES
ICH WEIß ES
ICH BIN ES
ICH, DIE UNENDLICHKEIT
DIE DU SIEHST DA DRAUßEN
KOMM UND WIR LAUSCHEN

FRAG MICH ICH WEIß ES
FRAG MICH ICH WEIß ES
DENN ICH BIN GEBOREN
ICH BIN GEBOREN
ICH WEIß WESWEGEN
ICH KENN DEN GRUND
ICH HAB DEN SEGEN
TRAG IHN IN MEINEM MUND

DANN FRAGST DU MICH WIE ICH HEIßE
FRAGST WER ICH BIN
WAS IST MEIN GEFÜHL
WO GEHT MEINE REISE HIN
UND ICH SEHE DICH AN WIE DU NICHT HERSIEHST
UND WEIß ES NICHT
WIESO WEIß ICH ES NICHT?

JETZT FRAG ICH WAS IST DAS
UND WIESO HIER DRAUSSEN
ICH FRAGE WAS IST DAS
EWIGE RAUSCHEN
IN MUSCHELN UND HERZEN
ICH FRAG DICH WAS BIN ICH
WIE HEIßT MEINE SPRACHE
SAG ES ICH FRAGE
SAG ES ICH KLAGE
MAG ES ICH HABE DIE UNMÖGLICHKEIT GEPACHTET
MAG MICH
ICH FRAGE
BLABLABLA



*




Das Universum driftet auseinander, weit weg
und ich bin mir nicht näher als sonst
es wird kälter
wir sind alle eingefroren
und kühl
ich fühle nichts
das Universum driftet auseinander
und das ist was ich bin und wie ich fühle
milliarden Menschen
wir sind alle alleine.


*





In einer reizarmen Umgebung

traf die Königin auf den König

sie tanzten einen Tanz

aus Nacht und Feuer umeinander

um zu sehen

wann sie fliegen würden.



*


this girl is an imaginary one
imaginary peace
invented by someone who loves
this girl is a forgotten dream
she has been wished
what taste does she have?
Frankenstein-like
a daughter of no dad
give me love




*









Anais 2003 - 2004








Montag, 16. Februar 2015

AM HERZEN



DU LIEGST MIR AM HERZEN

KANNST SEINEN REGELMÄßIGEN SCHLAG HÖREN


MIT DIESER KRAFT LIEBE ICH DICH


ICH LEGE MEINE ARME UM DICH


ZART ABER BESTIMMT


ICH KÜSSE DEINEN SCHEITEL


ICH


BIN NÄMLICH HIER.






ANAIS

im Weiß















































HIER HABE ICH EINE FAMILIE GEFUNDEN
DIE NICHT MEINE IST
DIE ABER SO MEIN ZU HAUSE IST
SO WIE WENIG ANDERES
WO ALLES GEHT
LAUT SEIN
UND LEISE SEIN
ERWACHSEN WERDEN
WEGGEHEN
DISKUTIEREN
UND WIRKLICH GEHÖRT WERDEN
GESEHEN WERDEN
ICH HABE MICH GESPÜRT
MITTEN IM DISKUTIEREN
ICH WAR
DER STILLSTE ALLER REBELLEN
WIE SCHON IMMER
ICH LIEBE MEINE FAMILIE IM SCHNEE
UND WEN ICH NOCH LIEBE
SIND DIE
DIE MICH GEZEUGT
UND IN DIE WELT GESETZT HABEN
SIE MUSSTEN BALLAST LOSWERDEN
MUSSTEN EIN TIER IN DIE WILDNIS ENTLASSEN
MUSSTEN SICH
UND MICH BEFREIEN
DIE DIE MICH GEZEUGT
UND IN DIE WELT GESETZT HABEN
SIND NICHT VERWANDT MIT MIR
ICH LIEBE SIE
UND ICH VERZEIHE
DASS ICH MICH NICHT SO MIT IHNEN FÜHLEN KANN
DAFÜR SIND SIE NICHT ZUSTÄNDIG
ABER ANDERE
UND ICH VERZEIHE
DASS ICH DAS FALSCH SAH.
DER SCHNEE
UND DIE LIEBE
HABEN SICH VERBUNDEN
AN DIESEM WOCHENENDE
UM MICH ZU RETTEN
DENN ICH WAR LÄNGST
UND SEIT EWIGKEITEN
GESTRANDET
IM NICHTS
MIT EINEM HERZEN IN GEFAHR
DER SCHNEE UND DIE LIEBE
HABEN MICH HEIM GEHOLT
.




Mein Hausarzt verordnet mir, bei Abholung des Befundes:
"Streuen Sie den Begriff 'Paradies' um sich wie Konfetti im Fasching."


.


FREE RIDE

INTO THE WHITE

LIBERATION OF THE HEART


.


Ich glaube der Himmel sagt mir: ich muss keine Angst mehr haben.
Ich muss keine Angst haben, hat er gesagt.
Als ich im Schnee war.
Zum Glück war mein inneres Kind auch dabei.
Ich kann dem kleinen braunhaarigen Braunäuglein jetzt sagen:
du musst keine Angst haben
das ist alles nur ein dummes Schattenspiel gewesen
nimm das nicht ernst
das konntest du nicht wissen
und niemand hat es dir gesagt
weil ich noch nicht da war
aber jetzt bin ich da und ich weiß es besser
ich bin du später
verstehst du?
ich weiß, dass das alles nur dumme Schattenspiele waren
du konntest das nicht wissen
aber das ist nicht schlimm
weißt du jetzt
JETZT
wo ich auch da bin
kannst du dich ruhig schlafen legen
und ruhig im Spiel versinken
und ruhig in dir versinken
weil der Schrecken ist vorbei
schau die Sonne scheint
und alles ist weiß
und ich bin da.
Die Angst, die kannst du jetzt vergessen
kleines Braunäuglein
jetzt ist alles gut.
Ich bin da.
Und du bist ein kleines, kleines Mädchen.
Ich bin da, ich weiß alles, frage mich ruhig, ich kann dir nehmen was dich schwer macht.


.



"Es täte dir durchaus gut, dich für das Erleuchtete, das Vollkommene zu halten!"



.


Wann nimmst du endlich deine Position ein?
Wann stellst du dich endlich schützend vor dich?

Ich nehme endlich meine Position ein.
Ich stelle mich schützend vor mich.


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Der Ausgangspunkt ist der Teufel.


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Pics und Texte: Anais