Freitag, 27. Februar 2015
Traumtagebuch: Kapitel 5: Wieder der Löwe
Dann träume ich - zum ersten Mal in meinem Leben - wieder dasselbe wie ein paar Tage zuvor. Wieder bin ich, diesmal nur zu Gast, in einem Haus und der Nachbar nebenan hält einen Löwen im Garten.
Diesmal jedoch ist anders, daneben dass ich nur ein Gast bin, dass ich außerdem erwachsen bin, kein Kind wie im anderen Traum, und autark, endlich.
Und die Gegend ist so viel schöner, so reich. Hügelig, Weinregion vielleicht, viel viel Grün und schöne Häuser, nicht so abgefuckt östlich wie im Traum zuvor, wenn ich auch den abgefuckten Ostcharme sehr mag.
Und die netten Bäume in diesem Traum.
Naja und der Löwe aber wütet, ich kann nicht sehen, die Vorrichtung die ihn abschirmt - sichert - lässt mich ihn nicht erblicken.
Er wütet, er brüllt, sein Gehege zerbirst beinahe. Mir wird unheimlich, ich bekomme richtige Angst. Vermutlich zum ersten Mal in einem Traum überhaupt.
Dieses Tier will in die Freiheit und statt Mitgefühl empfinde ich riesige Angst vor seiner Kraft und vor seinem Willen auszubrechen. Ich fühle mich nicht sicher, ganz und gar nicht.
Es macht einen ganz schrecklichen Wirbel.
Dann komme ich näher, nächste Szene, keine Angst jetzt weil meine Mission ist es zu sehen, denn ich muss es sehen, und sehe schliesslich doch durch einen relativ wenig starken Zaun, mehr Gitter.
Und da stapft der Löwe umher, ziemlich königlich und Herrisch und sicher und erhaben.
Er brüllt nicht mehr.
Dann legt er sich hin und rollt sich ein, und sieht irgendwie aus wie ein Pferd. In dünklerem Braun.
Szenenwechsel, ich bin ganz wo anders und sexuell erregt.
Möglicherweise vermisse ich Sex.
*
Tiere im Traum zeigen oft das animalische in einem selbst, was man zurückhält oder nicht zulässt.
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Anais