Freitag, 27. Februar 2015
Traumtagebuch: Kapitel 10: Der Streit
Das war kürzlich, nach einem realen, hässlichen Streit zwischen meiner Mutter und meiner ungarischen Oma und mir, mit der ich mich doch so gut verstehe, und nie streite. Sie und ich kommen so toll miteinander aus. Das hat mich ziemlich getroffen.
Im Traum bin ich mitten in der Streitszene und ich spüre so eine böse Stimmung zwischen mir und meiner Oma, die mir sehr unrecht ist. Ich bin in einem Haus, es ist recht groß, aber weniger wichtig, wichtig sind die Ebenen des Hauses.
Ich gehe mit einem ziemlich schlechten Gefühl nun ziemlich lange Treppen hinunter in den Keller des Hauses.
Dort steht ein Koch, ein alter Mann mit dickem Bauch, in der Küche und es ist eine sehr positive ganz eigenartige Atmosphäre: Er ist komplett in Frieden und ziemlich beschwingt und unbesorgt, und er kocht dort, die ganze Zeit, ständig, und er genießt es sehr. Alles ist in Ordnung und gut dort unten. Er und Oma haben aber nicht wirklich Kontakt, obwohl selbes Haus, welches ja doch weitläufig ist - das wundert mich aber nicht weiter.
Und er sagt zu mir, ich bin sehr bedrückt, in einem lockeren ganz wissenden Ton: Sei nicht besorgt, lass sie einfach, sie wird sich schon beruhigen, keine Sorge.
Und ich werde im Traum das Gefühl nicht los, dass das mein vor bald 12 Jahren verstorbener Opa ist, dieser Koch.
Nach dem Aufwachen war ich beruhigter.
Mein Opa hatte Zuckerkrankheit und immer trotzdem gegessen was er wollte und gesoffen wie viel er nur wollte, Rotwein, obwohl er es nicht hätte dürfen, er liebte es zu essen.
Sein Tod war ein ganz heftiges Erlebnis, was mich mein Körper richtig spüren lies, sofort, ich dachte ich muss ins Krankenhaus wegen Blinddarm oder so, weil ich so Schmerzen hatte, die kamen nachdem wir von seinem Tod erfahren haben, und waren so heftig und ich hatte ziemliche Angst deswegen, weil wir auch in Ungarn waren, und dort will ich ums verrecken nicht ins Krankenhaus, da würd ich noch draufgehen nur wegen Blinddarmoperation.
Aber es war irgendwie nichts, und es ging weg als wir wieder in Österreich waren.
Schöne Vorstellung, dass mein Opa jetzt irgendwo seelenruhig, bis in die Ewigkeit, kocht was sein Herz begehrt!
Ich hab dich lieb und machs gut. Weil zu mir warst du immer lieb, wenn auch zu meiner Mama gar nicht, aber das hat ja mit mir nichts zu tun :)
_
Anais